Montag, 1. März 2010

Die apulischen Weine


Apulien ist eine der grössten weinproduzierenden Regionen Italiens und bringt jetzt ihre Weine auf einen neuen, hohen Qualitätsstandard. Bekannt als Weinkeller Italiens produziert Apulien Weine, die bereits im 7. und 8. Jahrhundert v. Ch., zur Zeit der Magna Graeca, gut bekannt waren. Unter den Römern wurden apulische Weine in die zivilisierte Welt exportiert; in der Renaissance fand sie Lorenzo il Magnifico äusserst angenehm; und nach der Besetzung Italiens durch die Franzosen wurden riesige Mengen nach Frankreich verschifft.

CASTEL DEL MONTE - rot, weiss und rosé - ist ein Beispiel für neue Techniken: um ein Überreifen der Beeren zu vermelden, werden Trauben von hochgelegenen Weingärten (ca. 500 m) sorgfältig ausgewählt und verarbeitet. Das Ergebnis sind feine, harmonische, trockene, frische Weine mit angenehmem Charakter.

LOCOROTONDO ist ein äusserst angenehmer, strohgelber Wein mit grünlichen Reflexen; trocken und delikat. Sehr ähnlich ist der MARTINA FRANCA. Beide Weine gibt es auch als Schaumweine. Interessant ist auch der OSTUNI BIANCO, ein harmonischer, strohgelber Wein mit trockenem, einwandfreiem Geschmack.

SAN SEVERO weiss, rot und rosé aus Foggia werden durch ihre Qalität rasch bekannt; besonders der weisse SAN SEVERO mit dem trockenen, frischen, harmonischen Geschmack.

Zu den bekannten Rotweinen zählt der SALICE SALENTINO aus der Gegend um Lecce. Ein würziger, trockener, samtiger und delikater Charakterwein, der im Alter immer raffinterter wird. Es gibt ihn auch in einer Rosé-Variante.

Der PRIMITIVO di MANDURIA stammt aus dem Gebiet zwischen Taranto und Brindisi und ist ein verblüffender Wein: ziegel- bis violettrot, trocken, mit eigenwilligem Aroma. Auch eine halbsüsse Version wird produziert. Eine besondere Variante ist der Liquoroso, den es ebenfalls in einer süssen Version gibt.

Gemeinsam mit Sizilien ist Apulien die grösste Weinbauregion Italiens. 120'000 Hektar Rebfläche werden genutzt, um Rot-, Rosé- und Weissweine unterschiedlichster Art und Qualität zu erzeugen. Die kultur- und traditionsreiche Region gilt unter anderem als Rosé-Experte.

Quelle: http://www.g26.ch/italien_weine_puglia.html
Weine aus Apulien


Donnerstag, 18. Februar 2010

Die Italienische Sprache: Dialekte aus Apulien

Der erste Eindruck, den der Tourist in Apulien bekommt, ist der eines Landes, das dem Meer entsprungen ist.

Und eben vom Meer scheinen auch die „apulischen Stimmen“ zu enstehen, zu leben und zu sterben, die sich die dialektale Muttersprache ausgesucht haben, um uns von ihrem Land zu erzählen, wie zum Beispiel der aus Lecce stammende Giuseppe de Dominicis (1865–1905): „De nanti, mare e mare! Fenca rria la ista ete nnu specchiu nnargentatu, pràcetu, sotu … A ffundu, comu sia ca lu celu allu mare stae mmescatu“ („Gegenüber Meer und noch mal Meer! So weit das Auge reicht ein silberner Spiegel, ruhig, still … als ob sich am Ende der Himmel mit dem Meer vermischt hätte“).

Dieser äußerste Zipfel Italiens, reich an noch lebendigen und pulsierenden Traditionen, fester Sitz von Multikulturalität und Vielsprachigkeit, zeigt sich auch in sprachlicher Hinsicht alles andere als einheitlich. Im Wesentlichen kann man beim Dialekt dieser Region zwischen einem im eigentlichen Sinn apulischen Gebiet, das neuen Einflüssen ausgesetzt ist, also der Küste (der Gargano zum Beispiel weist auch abruzzische Einflüsse auf), und der eher konservativen und verschlossenen Zone des Salento unterscheiden. Dies hängt damit zusammen, dass die antiken Messapier, die die salentinische Halbinsel besiedelten, lange Zeit eine Art sprachliche Autonomie sowohl gegenüber den Griechen als auch gegenüber den Samniten bewahrten.

Die Unterscheidung zwischen Apulien und Salento ist bereits in der Phonetik feststellbar.

So neigt der apulische Dialekt dazu, die antiken lateinischen Lautgruppen nt, nc, mp zu nd, ng, mp und das s zu einem z stimmhaft zu machen, während sie der salentinische Dialekt in ihrer ursprünglichen Form bewahrt. Einer aus Bari wird also „candare“ statt „cantare“ (singen), „angora“ statt „ancora“ (noch), „tembo“ statt „tempo“ (Zeit) und „penziero“ statt „pensiero“ (Gedanke) sagen. Eine weitere phonetische Besonderheit, die ebenfalls dem samnitischen Einfluss zuzuschreiben ist, war die Umwandlung der Gruppen nd und ll in nn und dd, etwa in „quann“ für „quando“ (wann) und „cavadd“ für „cavallo“ (Pferd). Diese phonetische Eigenart hat allerdings auch Teile des Salento erfasst, belegt durch die Tatsache, dass man in einigen Dialekten zum Beispiel „quannu“ für „quando“ sagt.

Die Dialekte des apulischen Raums, vor allem die der Gegend um Bari, sind leicht auszumachen anhand des palatisierten a in Diphtongen – so wird das lateinische „frater“ (ital. fratello = Bruder) zu „freutë“ – und anhand des so genannten Vokalbruchs, das heißt der Abwandlung des Selbstlauts i zu öi oder ei, etwa in „gaddöine“ oder „gaddeine“ für „gallina“ (Henne). In den Dialekten der salentinischen Halbinsel hingegen fehlen all diese vokalischen Störungen. Das salentische Vokalsystem bewahrt das a und das e offen beziehungsweise verschlossen und unterlässt die für Süd- und Mittelitalien charakteristische Metaphonie (Vokalwechsel). Ein Fremder bekommt im apulischen Raum etwa „misi“ für „mese“ (Monat) und „chistu“ für „questo“ (dieses) zu hören. Ein anderes typisches Vokalphänomen, das den apulischen Dialekt vom salentinischen unterscheidet, ist die Aussprache des ë am Wortende; man sagt daher „casë“ für „casa“ (Haus) und „portë“ für „porta“ (Tür), wohingegen im Salentinischen die Vokalendungen klar ausgesprochen werden.

Bei den Sprachen, die die Dialekte Apuliens beeinflusst haben, dürfen Arabisch, Französisch und Spanisch nicht vergessen werden. Hierfür nur einige Beispiele aus dem Dialekt von Conversano (Provinz Bari). Das arabische Wort „thian“ (ein auf dem Feuer gekochtes Gericht aus Fleisch und Kartoffeln) ist erhalten geblieben in dem Wort „tied“, das einen Terrakottatopf bezeichnet. Das spanische Wort „loco“ (verrückt) taucht auf in „allucchenn“: So bedeutet „n-on si allucchenn“ so viel wie „Brüll nicht herum wie ein Verrückter!“ Mehr noch: Wenn man richtig zornig ist, sagt man „mo i-e abbusche“, was so viel heißt wie „Jetzt bekommst du sie [Schläge]“, aber nur wenige wissen, dass „abbusche“ vom spanischen „buscar“ (suchen, anstreben) abstammt. Hat man hingegen Lust auf ein gutes Bier, sagt man „damm nu buat -d bir“, was eben bedeutet „Gib mir ein Glas Bier“, wobei das Wort „buat“ vom französischen „boîte“ herkommt.

Auch im apulischen Dialekt scheint sich also zu bestätigen, was die aus Fasano (Provinz Brindisi) stammende Teresa Schettini Ammirabile klug in Versform gebracht hat: „…ogni dialette ji chieine de veite… de storia, d’usanze e d’altre valoure“ („… Jeder Dialekt ist voll von Leben …, von Geschichte, von Gebräuchen und anderen Werten“).

Quelle: http://www.contrasto.de/pugliese.htm





Donnerstag, 11. Februar 2010

Karneval in Italien: Putignano


Ein Meer aus Farben, Klängen und mitreissenden Emotionen - das sind die «Corsi Mascherati» (Maskenumzüge) des Karnevals von Putignano: Er gehört zu den schönsten Festen Italiens und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Zwischen den Festwagen des Umzugs streifen Maskierte und Theatergruppen tagelang durch die Stadt, bis zum grossen Finale am Faschingsdienstag um Mitternacht. Die Aufbauten der majestätischen Festwagen sind vollständig aus Pappmaschee hergestellt und nehmen meist aktuelle Ereignisse aus Italien und dem Ausland aufs Korn.

Weitere Infos:
APT Bari (Fremdenverkehrsamt der Provinz Bari)
Telefon: +39 080 52 42 361

www.carnevalediputignano.it
Ferienwohnungen in Putignano

Donnerstag, 14. Januar 2010

Flüge nach Apulien buchen


Nach einem angenehm kurzen Flug ohne Turbulenzen landeten wir auf dem Flughafen in Bari. Wir hatten keine Zeit zu verlieren, denn wir hatten nur zwei Tage, um die Stadt an der Adriaküste im Süden Italiens , ca. 350 km östlich von Neapel , zu erkunden. Die Autobahn brachte uns direkt zur Altstadt, die sich auf einer Ausbuchtung ins Meer erstreckt.

Diese ist sehr sauber und sehenswert, wegen der vielen weißen, alten Häuser und der verwinkelten Gassen. Man fühlt sich nach Arabien versetzt, weil die Bauten alle nicht sehr hoch und groß sind und die extreme Sommerhitze das Bild perfekt macht.
Die Touristenattraktionen sind die Kirchen San Nicola, das Castello Svevo im Westen der Altstadt und die Kathedrale San Sabino an der Uferstrasse.


San Sabino ist das älteste Gebäude, denn es überlebte als einziges Bauwerk das Feuer im 12ten Jahrhundert, welches eine Rebellion niederschlagen sollte. San Nicola ist das Wahrzeichen der Stadt und soll jeden dritten Sonntag im Monat Mittelpunkt eines Antiquitätenmarktes sein, den wir allerdings nicht miterlebten. Die Burg ist schon überwältigend, sie bietet einen Blick auf das Meer und den Hafen und passt mit ihrem klobigen Äußeren eigentlich gar nicht zu den verwinkelten Gassen.

Im Gegensatz zu der Altstadt ist die Neustadt im Süden der Burg nicht so reizvoll.
Sie ist wie New York schachbrettartig angelegt. Etwas Kultur bot die Pinacoteca Provinciale, wo schöne Gemäldesammlungen Süditaliens ausgestellt werden. Enttäuschend dagegen war das alte Theatro Petruzelli, wovon nach einem Brand nur noch die Fassade stand.

Bevor die Geschäfte schlossen, wollte ich mir unbedingt noch ein paar echte italienische Schuhe kaufen und wurde in der Via Soprano fündig. Dort sind einige schöne Geschäfte und Boutiquen, die zwar nicht Großstadtniveau haben, aber auf jeden Fall mal einen Blick wert sind.
Dort erfuhren wir auch von einem Museum auf dem Unigelände, das archäologische Objekte präsentiert. Zwar hatten wir uns den Besuch für den nächsten Tag vorgenommen, doch die Sonne, der Hafen und die vielen Cafés hielten uns davon ab, so dass wir am zweiten Tag nur noch die süd-italienische Sonne in und um die Altstadt genossen.


Donnerstag, 19. November 2009

Fahrradtour in Apulien

Wer mit dem Rad nach Apulien fährt, ist bestimmt nicht das erste Mal in Italien und kennt so manche schöne Gegend in Italien. Er bzw. sie hat bereits die Toskana, Venetien oder die oberitalienischen Seen und vielleicht auch Rom schon gesehen. Doch er war noch nie in Süditalien. Eben!
Süditalien ist anders, und zwar ganz anders. Touristen, noch dazu Deutsche, sind bislang noch Mangelware. Nur in den Monaten Juli und August sind die Strände des Gargano bevölkert - aber meist von den Italienern selbst. Vieles sonst Selbstverständliche gilt es zu organisieren.

Süditalienische Lebensweise muß man mitleben, sonst kann man sie nicht genießen. Also "Frühstück" ist, schnell in der nächsten Bar einen Cappuccino und ein Briosch zu sich nehmen. Mittags ernährt man sich von Panini. Und danach immer einen Cafe (= Espresso). Wer abends Hunger nach MESZ hat, steht um 19 Uhr noch vergeblich vor einer Trattoria , ab 20 Uhr kommt man zwar rein, sitzt aber mit der gelangweilt fernsehschauenden Familie des Wirtes noch recht alleine herum. Eine halbe Stunde später geht es eigentlich los, um 21 kommen die ersten einheimischen Gäste und ab dann ist action angesagt.

Unterkunfte in Apulien

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Silvester in Apulien

wie feiert man Silvester in Apulien?

Es gibt ‹Frutti di mare›, Baccalà, danach ‹Sacottini con melanzane›, das sind mit Auberginen, Ricotta und Kräutern gefüllte Rindfleischbeutel, und zum Hauptgang: ein Stück vom freilebenden schwarzen Schwein aus dem Nationalpark nördlich des Ätna. Wahrscheinlich eine ‹Noceta di Maiale nero di Nebrodi› in Tomatensauce mit Fenchelsamen, Kapern und Oliven.»

Dann wird das Feuerwerk seinen Höhepunkt erreichen, am Ende des ausgiebigen Essens und am Anfang des neuen Jahres in Süditalien (und anderswo) fehlen dann nur noch eine Umarmung und der Spruch «Buon Capodanno» – ein gutes neues Jahr.

Lufthansa fliegt direkt ab Frankfurt nach Bari. Helvetic Airways fliegt zwei Mal wöchentlich von Zürich nach Brindisi. Austrian Airline fliegt ab Wien mit Zwischenstop in Venedig oder Rom nach Bari, Ryanair fliegt direkt ab Frankfurt, Düsseldorf, Karlsruhe/ Baden Bade nach Bari!!!

Montag, 12. Oktober 2009

Das Teatro Petruzzelli in Apulien



Das Teatro Petruzzelli ist der höchste kulturelle „Behälter“ der Stadt Bari, der Hauptstadt der italienischen Region Apulien. Es befindet sich im Corso Camillo Benso Cavour.Das 1991 niedergebrannte Theater Petruzzelli in der süditalienischen Hafenstadt Bari ist wieder geöffnet. Mit einem Konzert wurde am Sonntagabend die Auferstehung des Theaters gefeiert, dessen Wiederaufbau mehr als sechs Jahre gedauert hatte.

Hinter dem Brand vor 18 Jahren wird das organisierte Verbrechen vermutet. Anscheinend wollte die apulische Mafia, die "Sacra Corona Unita", von einer lukrativen Baustelle mit zu erwartenden Geldern aus Rom profitieren.

Das Opernhaus Petruzzelli, das 1903 mit der Oper "Die Hugenotten" von Giacomo Meyerbeer eingeweiht worden war, galt als Symbol einer historischen Epoche Baris und war in den vergangenen Jahrzehnten erneut zu einem der meistbeachteten Opernhäuser Italiens geworden.
Bari ist die Hauptstadt von Apulien, Wallfahrtsziel vieler Verehrer des Heiligen Nikolaus der Schutzpatron dieser Stadt ist. Die Stadt, hat ein reges Handels- und Fischerzentrum, eine Gemeinschaft von vielen Dingen an der man viele widersprüchlichen Gegensätze sehen kann, sie ist trotzdem eine ruhige Stadt in der man jede einzige Ecke entdecken muss und sich nicht von der hecktischen Raserei der modern Zeit mitreissen lassen darf.

Ferienwohnungen in Bari